Bolivien

individuell
optimal: juli - September
Individualreise
  • Akklimatisation Cochabamba

  • Andenhochland Sajama NP

  • Totora-Schilfboot RA II

  • Condoriri-Trek (4200-5000 m)

  • Huayna-Potosi (6088 m) 

  • Carretera de la Muerte

  • Kaffee-Plantage in den Yungas

  • Tierauffangstation in Yolosa

  • Sightseeing in La Paz

Diese Bolivienreise vereint echtes Andenhochgebirgs-Abenteuer und Entspannung am Uebergang zum Amazonastiefland.
Nach dem Auftakt in Cochabamba, der kulinarischen Hauptstadt des Landes, führt die Route über das karge Altiplano-Hochland mit den imposanten Vulkanen des Sajama-Nationalparks zum geschichtsträchtigen Ufer des Titicacasees.
Das absolute Highlight bildet ein mehrtägiges Trekking im Herzen der Cordillera Real. Vorbei an Eisgipfeln und tiefblauen Lagunen gipfelt das Abenteuer in der Besteigung des 6’088 m hohen Huayna Potosí.
Zur Erholung geht es danach spektakulär hinab in die üppig-grünen Nebelwälder der Yungas. Ein Streifzug durch die brodelnde Metropole La Paz setzt den perfekten Schlusspunkt.

Tag 1: Cochabamba, Bolivien
Am Ende eines längeren rund 20 h Tagfluges mit zwei Zwischenlandungen in Madrid und Santa Cruz, landen wir am späteren Abend in Cochabamba, der ''kulinarischen Hauptstadt'' des Landes.
Nach kurzem 15' Taxitransfer checken wir in unserem Boutique Hotel im historischen Zentrum ein, sinken schon bald ziemlich müde ins bequeme Hotelbett und hoffen - trotz der Zeitverschiebung von 6 h - möglichst gut schlafen zu können.
 

Tage 2-4: Akklimatisation (2570 m)

Da wir uns während der gesamten Reise in ungewohnten Höhenlagen aufhalten, legen wir schon zu Beginn grossen Wert auf eine sorgfältige Akklimatisation.
Die Stadt Cochabamba, in einem fruchtbaren Tal mit grünen Hängen gelegen, ist bekannt für ihr mildes, frühlingshaftes Klima und eignet sich optimal für reizvolle Ausflüge.
Wir können in den kommenden drei Tagen entspannt und ohne zeitlichen Druck die Altstadt, die lebendigen Märkte, den Ecoturístico Park erkunden, die Christusstatue ''Cristo de la Concordia'' auf dem Cerro San Pedro mit Taxi und Seilbahn besuchen und eine halbtägige einfache Wanderung im Parque Nacional Tunari ab dem Eingang bei Tinari unternehmen.
 

Tag 5: Cochabamba - Oruro (3740 m)

Um unseren Organismus für die notwendige Höhenanpassung nicht zu sehr zu stressen, verbringen wir vor der Fahrt in den noch höher gelegenen Sajama Nationalpark eine Nacht in der traditionellen Bergbaustadt Oruro. Die rund 220 km dorthin können wir bequem in 5 h mit einem öffentlichen Bus auf einer überwiegend asphaltierten Gebirgsstrasse (höchster Punkt 4500 m) mit teilweise kurvigen Abschnitten, zurücklegen.
 

Tage 6-8: Vulkan-Hochland (4200 m)

Die heutige Fahrt mit einem privaten Fahrzeug bringt uns in gemütlichen 6 h (280 km) von Oruro in Richtung chilenische Grenze zuerst auf gut ausgebauten Strassen durch den dünn besiedelten, trockenen Altiplano bis in die eindrucksvolle Vulkanlandschaft des Sajama Nationalparkes. In der Hälfte der Strecke machen wir im urigen Dörfchen Turco Halt für ein authentisches Mittagessen am Hauptplatz. Die letzten 30 km fühlen wir uns auf der abgelegnenen Hochlandroute mit unbefestigter Naturstrasse buchstäblich wie in der ''Pampa''.
Die nächsten Tage logieren wir in einer rustikaleren, aber trotzdem komfortablen Ecolodge der lokalen Aymara-Gemeinschaft.
Wir lassen uns in dieser einmaligen Hochgebirgslandschaft einfache Wanderungen zu den grünen Feuchtwiesen mit interessanter Fauna im Gebiet der Laguna Soropata und zum Sajama Base Camp (BC) mit einem wunderschönen Queñuawald zu Beginn der Route, nicht entgehen. Die grandiosen Panoramablicke über das einsame Andenhochland bleiben uns noch lange in Erinnerung!
 

Tag 9: am Titicacasee (3820 m)

Bevor unser Trekking-Abenteuer in der Königs-Kordillere der Anden so richtig beginnt, nehmen wir es geruhsam und verschieben uns im Auto in rund 5-6 h (330 km) zuerst über die weite, trockene Altiplano-Hochebene und dann vorbei am dicht besiedelten Grossraum von El Alto/La Paz bis in die südöstliche Ecke des Titicacasees.
Dort übernachten wir in einem direkt am Seeufer gelegenen Resort-Hotel, wegen der Seesicht in einem oberen Stockwerk.
Am späteren Nachmittag und/oder am nächsten Morgen erfahren wir im Altiplano Museum (mit deutschen Erklärungen!) mehr über die Geschichte und Kultur Boliviens im Altiplano und lernen in der Schilfboot-Ausstellung die traditionelle Schiffbaukunst mit Totoraschilf (Thor Heyerdahls Expedition 1970 mit der RA II) kennen. Evtl. können wir uns während einer abendlichen Führung im andinen Observatorium Alajpacha auch die Himmelskunde der indigenen Aymara und die südlichen Sternenbilder erklären zu lassen.


Tage 10-15: Trekking Cordillera Real

Am späteren Morgen werden wir von unseren lokalen, englischsprachigen Bergführern abgeholt und wir fahren in 2 h mit unserem Fahrzeug auf Nebenstrassen so direkt wie möglich zum Weiler Tuni (4200 m), wo wir an einem geeigneten Platz in der Nähe der gleichnamigen Lagune ein stärkendes Mittagessen einnehmen. Danach startet unser Trekking im Condoriri-Gebiet der Cordillera Real und wir erreichen in 3 h unser Camp an der bezaubernden Laguna Chiar Khota (4660 m).

Die nächsten zwei Tagen besteigen wir ohne Steigeisen den unschweren Pico Austria (5300 m) und optional mit Steigeisen und Seilsicherung (Gletscher und etwas exponierter Gipfelbereich) den Cerro Tarija (5350 m). Traumhafte Ausblicke von den Gipfeln auf die drei Condoriri-Peaks, die Cordillera Real und viele Lagunen in den Tälern sind garantiert!
Weil wir mittlerweile sehr gut akklimatisiert sind, können wir unser Anden-Trekking elegant zuerst in 8 h über zwei schneefreie 5000-er Pässe bis zum nächsten Zeltcamp fortsetzen. Danach, am vierten Trekkingtag, steigen wir via das Huayna Potosí Rifugio (BC) auf 4750 m in insgesamt 6 h direkt zum erstaunlich ''modernen'' Huayna Potosí High Camp (HC) auf rund 5200 m hinauf. Dort verbringen wir die letzte Nacht vor dem Gipfelsturm auf den Huayna Potosí (6088 m).

Ab 04.00 am erwartet uns heute die insgesamt 11 h Königsetappe mit rund 6 h für den fantastischen 900 HM Aufstieg mit Steigeisen und Seil. Belohnt werden wir mit herrlicher Sicht ''by night'' auf La Paz/El Alto, einem wunderschönen Sonnenaufgang und atemraubender Rundsicht vom Gipfel. Der lange 5 h Abstieg mit mehr als 1300 HM verlangt uns nochmals viel ab und wir sind froh, im Huayna Potosí Rifugio (BC) nach all den Anstrengungen ein leckeres Nachtessen geniessen und uns dann gebührend ausruhen zu können.

Tage 16-18: in den Yungas (1200 m)

Nach einer erholsamen Nacht, verschieben wir uns auf einer rund 3 h Autofahrt durch karge Puna-Landschaften mit Superausblicken auf die Cordillera Real und machen auf dem Cumbrepass (4650 m) Halt für ein Mittagspicknick.
Am Nachmittag setzen wir unsere 65 km Fahrt hinunter in die Yungas mit zunehmend feuchten Nebelwäldern, steilen Berghängen und Wasserfällen und immer üppigerer subtropischer Vegetation fort. Eine willkommene Abwechslung ist dabei der optionale MTB-Downhill auf dem Camino de la Muerte. Auf dem alten, spektakulären Schotterstrasse (seit 2007 ohne Gegenverkehr und nur für Mountainbiker und deren Begleitfahrzeuge gestattet!) kann man alles bergab bis fast hinunter zu unserem Uebernachtungsort in einem Resorthotel fahren.

Nach den kühlen Anden geniessen wir die nächsten Tage vor allem die herrlich milden Tages-Temperaturen und die üppig-grüne Vegetation in diesem Uebergangsgebiet vom kargen Hochland zum tropischen Amazonas-Tiefland.
Unweit unseres Hotels sind Ausflüge zu einer organischen Arábica-Kaffeeplantage sowie einer Tierauffangstation oder zum etwas oberhalb liegenden Städtchen Coroico sehr empfehlenswert.


Tage 19-22: La Paz und Heimflug
Unsere Reise lassen wir in La Paz (3650 m), der höchstgelegenen Grossstadt der Welt, ausklingen. Während einem Rundgang zu Fuss ab unserem sehr zentral gelegenen Hotel besuchen wir u.a. den Hexenmarkt, die Basilica San Francisco und die Calle Jaén, eine kurze, koloniale Gasse mit farbigen Fassaden, Kopfsteinpflaster und kleinen Museen zur Geschichte Boliviens. Unweit davon befindet sich auch die Plaza Murillo, ein historischer Macht- und Prachtplatz mit Kathedrale und moderner Regierungsarchitektur im Herzen von La Paz.
Zum Schluss betrachten wir das Häusermeer von oben aus den Gondeln des weltweit grössten städtischen Seilbahnnetzes und wer Lust hat, bewundert im Süden der Stadt auf einem Spaziergang im Mondtal ''Valle de la Luna'' die bizarren Felsformationen, die nachmittags in besonders schönes Licht getaucht sind.
Frühmorgens am zweitletzten Tag treten wir mit vielen bleibenden Eindrücken im Gepäck den Heimflug an und landen mit insgesamt zwei Zwischenstopps und einem Nachtflug nach Madrid am nächsten Morgen wieder in der Schweiz.

Richtpreis:

CHF 4'215.- pro Person im DZ bzw. 2-er Zelt; ohne internationale und nationale Flüge


enthalten sind:

  • alle Autotransfers für die Bergwanderungen im Sajama Nationalpark, die Trekkingetappen in der Cordillera Real und die Hin- und Rückfahrt in die Yungas

  • Unterkünfte: 4 x Boutique Stadthotel, 3 x Stadthotel, 3 x Ecolodge, 4 x Resorthotel, 6 x Zelt/Rifugio und 1 x Nacht-Rückflug

  • Unterbringung im Einzelzimmer auf Wunsch, wo möglich

  • grundsätzlich mit Frühstück; 3 x Vollpension im Sajama Nationapark, 6 x Vollpension während des Trekkings in der Cordillera Real, 1 x Halbpension beim MTB-Downhill

  • Maultiere mit ihrem Treiber

  • Kochmannschaft inklusive Gemeinschaftsausrüstung zum Kochen, wettertaugliche Schlafzelte, Essens- und WC-Zelt während des Trekkings

  • einheimische, englischsprechende Bergführer im Sajama Nationalpark und während des Trekkings in der Cordillera Real

  • sämtliche Gebühren und Eintritte für den Sajama Nationalpark und das Trekking in der in der Cordillera Real

  • ausführliche Reise-Checkliste


nicht enthalten:

  • internationale und nationale Flüge

  • alle oben nicht explizit als ''enthalten'' erwähnten Transfers und Mahlzeiten plus Getränke

  • Trinkgelder: ca. CHF 80.- pro Person

  • private Ausgaben

Anzahlung:
Normalerweise rund 30%

Annullationskosten

Bei einer Reiseannullation durch unsere Kunden, aus welchen Gründen auch immer, sind Kosten wie folgt zahlbar:

  • mehr als 65 Tage vor Reisebeginn: 100% der Anzahlung

  • 65 bis 31 Tage vor Reisebeginn: 200% der Anzahlung

  • 30 bis 0 Tage vor Reisebeginn: 100% des Pauschalpreises
     

Voraussetzungen 

  • Für die Einreise muss der Pass am Tag der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

  • Wir befinden uns - ausser während der Akklimatisationsphase in Cochabamba (2570 m) und in den Yungas (1200 m) - während der gesamten Reise auf Höhen von 3600 m – 4700 m. Aus diesem Grunde ist eine gute physische Konstitution ohne gesundheitliche Beschwerden notwendig.

  • Für die vorgesehenen Bergwanderungen im Sajama Nationalpark und die Gipfelbesteigungen während des Andentrekkings werden wir perfekt akklimatisiert sein. Intakte Kniegelenke und Erfahrung in alpinem Gelände mit Steigeisen sind für den Cerro Tarija und den Huayna Potosí erforderlich.


Trinken und Essen

  • Insbesondere in den ersten Tagen der Reise den Magen sachte an die veränderte Kost gewöhnen und pro Mahlzeit nicht zu viel und durcheinander essen!

  • In der ungewohnten Höhenlage und vor allem bei der oft trockenen Luft und gleissenden Sonne ist eine grosszügige Flüssigkeitsaufnahme extrem wichtig, damit der Körper nicht unnötig geschwächt wird!
     

Übernachtungen

  • Weil diese Reise auf der südlichen Halbkugel quasi im Winter stattfindet, steigen die Tagestemperaturen insbesondere im Sajama Gebiet und in der Cordillera Real kaum über 14 bis 18°C, während die Nachttemperaturen auf frostige -5 bis -12°C sinken. D.h. entsprechende Bekleidung und Daunenschlafsack vorallem für die Zeltübernachtungen sind ein Must.


Ausrüstung

  • Für alle Ausflüge, Wanderungen oder am Berg tragen wir immer nur unseren leichten Tagesrucksack bzw. einen zweckmässigen Bergrucksack! Das grosse Gepäck befindet sich grundsätzlich an unseren Übernachtungsorten, wird in den Fahrzeugen mitgeführt oder während des Trekkings von Maultieren transportiert.

  • Da die Sonneneinstrahlung während des Tages auch in grossen Höhenlagen extrem intensiv sein kann, sind eine entsprechende (Berg)-Kopfbedeckung, Sonnen- und Lippenschutz inklusive sehr guter Sonnenbrille mit Seitenschutz oder eine Gletscherbrille unbedingt erforderlich.

  • Für das Trekking in der Cordillera Real sind feste, warme und knöchelhohe Bergschuhe mit Steigeisen obligatorisch - für den Huayna Potosí sind zusätzlich auch Neopren-Schuhüberzüge empfehlenswert.

  • Bei einer definitiven Anmeldung schicken wir jedem Reiseteilnehmer rechtzeitig unsere Reise-Checkliste zu!

«Eine unvergessliche Reise mit grandiosen Landschaften, hervorragend organisiert, nah bei Land und Leuten.»
Regula (57) & Martin (62), Feldmeilen

«Muchas graçias, mi amor! Dank deinem Organisationstalent, deiner Ausdauer und nicht zuletzt deinen Spanischkenntnissen ist diese Reise erst möglich und zu einem einmaligen, bereichernden Erlebnis geworden!»
Yvonne (60), Zürich

Facts

Reisedauer/Ort

22 Tage Bolivien


Start: Cochabamba
Ende: La Paz


Richtpreis

CHF 4'215.- pro Person im DZ bzw. 2-er Zelt; ohne internationale und nationale Flüge 


Unterkünfte

4 x Boutique Stadthotel
3 x Stadthotel                    
3 x Ecolodge
4 x Resorthotel
6 x 2-er Zelt/Rifugio
1 x Nacht-Rückflug


Anforderungen

- Wanderungen = 2-3 (bis mittel)
- Condoriri-Trek = 3 (mittel)
- Pico Austria = 3 (mittel)
- Cerro Tarija = 4 (gross)
- Huayna Potosí = 5 (sehr gross)


Gehzeiten/Höhenmeter

1-4 h: pro Wanderung, +/-650 HM
4-8 h: Condoriri-Trek, +/-800 HM
5.5 h: total Pico Austria, +/-650 HM
6.5 h: total Cerro Tarija, +/-700 HM
6 h: Trek Huayna P. HC, +950 HM
6+5 h: Huayna P., +900/-1310 HM


Fragen

Foto-Impressionen

Franziskuskirche mit Kloster, Cochabamba
Weiler Sajama, Sajama Nationalpark
nachgebautes Totoraboot RA II, Huatajata-Titicacasee
Zeltcamp Laguna Char Kiota (4660 m), Cordillera Real
Trekking zum Huayna Potosí Base Camp (4750 m)
kurz vor dem Gipfel des Huayna Potosí (6088 m)
Camino de la muerte nach Yolosa (1100 m), Yungas
Bio Kaffee-Plantage in den Yungas
Teleférico línea roja seit Mai 2014 in Betrieb, La Paz
Zoom: Franziskuskirche mit Kloster, Cochabamba

Weiler Sajama, Sajama Nationalpark