Blog Tansania

Spezialreise
Reiserückblick von Yvonne, FreitagTravel

Schon bei unserem ersten Aufenthalt bei den Massai im Januar 2025 war ich von der NGO ''Africa Amini Alama'' so begeistert, dass ich mich spontan entschloss, die Patenschaft für zwei Schulkinder in Momella zu übernehmen.
Auf dieser Reise durfte ich meine Patenkinder persönlich kennenlernen und es war tief berührend zu sehen, wie sie mit ihren Familien leben!
Danach entdeckten wir weitere Nationalparks im Süden Tansanias, in denen im Gegensatz zu den nördlichen (wie z.B. Serengeti) noch ursprünglichere Safari-Erlebnisse möglich sind.
Und am Ende dieser Reise prüften wir - typisch für FreitagTravel - ob Bagamoyo, die geschichtsträchtige Stadt an der Ostküste, zusammen mit der vorgelagerten Insel Lazy Lagoon, eventuell eine Alternative zu Sansibar bieten könnte. 

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Bei den Massai

Meine bezaubernden Patenkinder Sifa und Steven gehen in die 1. und 3. Klasse der Maasai Vision School. Zusammen mit einem Dorfschullehrer und dem Sozialarbeiter kaufen wir zuerst auf dem Markt...

...traditionelle Gastgeschenke (Reis, Mehl, Zucker, Oel) für die Familien ein und besuchen dann die Familien in ihren Bomas (einfache Lehmhütten). Sifa lebt mit neun Geschwistern und ihrer Mutter auf engstem Raum. Die Kinder und ihre Eltern sind enorm dankbar für eine Unterstützung, da die Patenschaft oft der einzige Weg ist, eine qualifizierte englischsprachige Bildung, zwei warme Mahlzeiten pro Tag und medizinische Versorgung zu erhalten.
Africa Amini Alama betreut zahlreiche Bildungs-, Sozial- und Medizinprojekte und ermöglicht es Touristen ''inmitten der Projekte'' wohnen zu können.
100% der Einnahmen aus den Unterkünften fliessen zurück in die lokalen Hilfsprojekte.
Wir erfahren, wie nachhaltig hier aus dem Herzen heraus gehandelt wird und fühlen uns erfüllt, Teil einer grossen Familie zu sein, die das gemeinsame Ziel verfolgt, ''Hilfe zur Selbsthilfe'' zu leisten.

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Ruaha Nationalpark

Ein kleiner Buschflieger bringt uns in den noch wenig touristischen Ruaha Nationalpark. Bei der Ankunft in unserer Lodge werden wir von 3 Elefanten in nur 2 m Entfernung der Terrasse...

...begrüsst. Was für ein wunderschöner Empfang!
Der Ruaha Nationalpark ist mit 20'226 km² der zweitgrösste Nationalpark Tansanias und verfügt über noch völlig unberührte Gebiete. Er ist grösstenteils von dichtem Buschland mit charakteristischen Buschweiden geprägt.
Da das Gebüsch während der Trockenzeit (Juni – Okt.) stark ausgelichtet ist, können wir dieses Jahr die Wildtiere besonders gut beobachten. Von Vorteil ist auch, dass der namensgebende Fluss in der Trockenzeit viele Wildtiere anzieht. Der Park ist auch bekannt für seinen Reichtum an Vogelarten, bis zu 570 Vogelarten wurden hier verzeichnet.

Wir haben Glück und sehen u.a. auch seltenere Tiere, wie den Grossen Kudu. Grosskudus zählen zu den schönsten und grössten Antilopen Afrikas und sind eher scheu. Die Bullen erreichen eine Schulterhöhe von 150 cm und ein Gewicht von 200 – 300 kg. Ihre schraubenförmig gewundenen Hörner werden bis zu 1.80 m lang. Die hornlosen Weibchen leben mit ihren jungen Kälbern in kleinen Herden, während die ausgewachsenen Bullen vorwiegend alleine leben.

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Nyerere Nationalpark

Der grösste Nationalpark Tansanias (30'893 km²) ist geprägt vom Rufiji -Flusssystem, Seen und Feuchtgebieten. Im Gegensatz zum Ruaha River führt der Rufiji das ganze Jahr über reichlich...

... Wasser und entlang des Flusses wachsen üppig grüne Galeriewälder.  
Die vielfältige Vegetation wechselt sich mit dichten Trockenwäldern (Miombowälder), offenen Savannen und Buschland ab. Dieser Park ist bekannt für seine einzigartigen Bootssafaris und für sein Vorkommen an afrikanischen Wildhunden. Letztere sehen wir zwar nicht, dafür können wir dieses Jahr zahlreiche Nilpferde nicht nur im Wasser, sondern in voller Grösse an Land beobachten und von nah fotografieren.

Ein besonderes Highlight ist auch ein Löwenrudel, das faul im Schatten liegend seine Beute verdaut und sich von uns nicht aus der Ruhe bringen lässt.

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Bagamoyo und Lazy Lagoon

Die Geschichte Bagamoyo’s ist durchaus interessant. Die Stadt war im 19. Jh. einer der bedeutendsten Handelshäfen für Elfenbein und Sklaven und erste Hauptstadt von...

...Deutsch-Ostafrika. Aber die Kaole-Ruinen aus dem 13. Jh. haben uns nicht umgehauen, da sie zunehmend verfallen und offenbar die Gelder fehlen, sie zu restaurieren.
Dafür sind wir von der vorgelagerten, nur 9 km langen Insel Lazy Lagoon mit weissem Sandstrand angetan. Ausser dem kunstvoll, im typischen Swahili-Stil errichtetem Hauptgebäude und 12, eher rustikalen Bungalows, gibt es keine andere Infrastruktur auf der Insel. Wer Erholung fern vom Tourismus sucht, kann hier das Dolce far niente, sehr gutes Essen und absolute Ruhe geniessen.